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Christoph Pasch

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Bildhauer und Maler

Clemens Pasch

Vom Leben der Plastik

. . . Die Rundung, die Fülle, die Fühlbarkeit, das Spiel gegeneinander stehender oder bewegter Glieder, die Prägung, die Oberfläche, Stellung, Lage, Maße, Spannung der Haut des dargestellten Körpers werden zu Reizen und Werten, die sich in Spiel und Gegenspiel zeigen und, sich selbst überschattend oder überschneidend, ein eigentümliches Leben der Plastik im Raum ausmachen, das dem Bilde fehlt.

Das Körperliche berührt uns näher und heftiger, dem eigenen Körperlichen des Beschauers ebenbürtig oder gar überlegen.

Der trennende, isolierende, umfriedende Rahmen des auf die Leinwand gezauberten Bildes fehlt.

Die plastische Gestalt atmet mit uns dieselbe Luft, die steht in dem gleichen Licht, kein Dämmer, keine Helle und keine Nacht umfängt sie, die nicht auch uns umfinge, wir leben räumlich neben und mit ihr, die in gewaltiger Erstarrung lebt und in gewaltigerem Leben erstarrt ist, als wir es je vermöchten.

Während die Gestalten des Bildes die Luft des Bildes atmen - stürzt die Plastik im wahrsten Sinne des Wortes leibhaftig auf uns, ein oder überschauert uns mit der ganzen Unverhülltheit, Dreistigkeit und Sinnlichkeit des Leiblichen und Leibhaften.

Aber während sich das plastische Kunstwerk bescheidet, mit uns unter dem gleichen Himmel und im gleichen Lichte zu stehen, verklärt es sich zugleich in ihm: kraft seiner Körperlichkeit . . .

Rudolf G. Binding Vom Leben der Plastik, Berlin o. J.

. . . Clemens Pasch, der längst seine ganz individuelle, von einem Hauch feiner Ironie sublimierte Form gefunden hat, modelliert die Rückenpartie einer hingekauerten „Daphne”. Das ist von einer Empfindsamkeit, die mehr ist als bloße Virtuosität. Ein über die Schulter herabhängender belaubter Zweig ist das steigernde Gegenspiel zu der köstlich gerundeten Fläche . . .

Robert d'Hooghe Das Ensemble der Plastiker 21. Ausstellung der Neuen Darmstädter Sezession Darmstädter Echo, 22. Mai 1979

. . . Wir beginnen unseren Rundgang, wie sich's gehört, mit einer Verbeugung vor dem siebzigjährigen Clemens Pasch . . . Seit vielen Jahren gehören seine großen und kleinen Bronzen zu den Anziehungspunkten der Sezessionsausstellungen.

Schon am Eingang zum Freigelände empfängt uns „Die schöne Marie”, die üppig quellende mit dem breiten Rücken, und freut sich offensichtlich über ihre in der Tat staunenswerte Beweglichkeit.Auf dem großen Wiesenrund räkelt sich wohlig die kleinere und jüngere Schwester der schönen Marie auf einem Stuhl kniend und die Arme auf die Lehne gelegt.

In solchen Figuren . . . läßt Pasch seinen Sinn für die subtile Komik unbewußt eingenommener Stellungen einfließen. Das macht das besonders Liebenswürdige vieler seiner Gestalten aus, doch sollte man über dem Vergnügen daran nicht ihre außerordentlichen plastischen Qualitäten vernachlässigen, die kühne Balance der Massen, das feine An- und Abschwellen, Ausdehnen und Einziehen der Volumen, die empfindsamen Mulden und Buckel, der hinreißend schwungvolle Verlauf einer Linie vom Kopf über Hals, Schultern, Rücken und Becken bis in die Fersen, und das alles in einem lebendigen, makellosen Zusammenspiel, in dem es keine schwachen Stellen gibt . . .

Robert d'Hooghe Plastiken auf der Ziegelhütte in Darmstadt Darmstädter Echo, 7. Juni 1980

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