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Christoph Pasch

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Clemens Pasch

Gyuri von Koväts

Marino Marini spricht in einem Brief von der Landschaft des Nordens, den überschatteten kühlen Grautönen der Wälder, als seiner Seelenlandschaft, er, der Mediterrane, Nachfahre der Etrusker. Die Entsprechungen in umgekehrter Richtung suchten und fanden Künstler aus dem Norden: Overbeck, Runge, Hans von Marees und in unseren Tagen Gilles.

Auch Pasch, den Sohn des Niederrheins, zieht es zum Mittelmeerraum. Ihn provoziert dessen strenge Steinarchitektur zu künstlerischer Aussage. Man erinnert sich an ein Gespräch mit ihm auf der Piazza di Spagna vor der Spanischen Treppe. Seine Vorstellungskraft bevölkert diese Treppe mit Gestalten, mit seinen Figuren, die sich der gebauten Welt in ihrem eigenen Wachstumsprozess entgegensetzen und damit in ein Spannungsverhältnis zum Raum eintreten: für Pasch ein faszinierendes Problem seines Schaffens. Die statuarische Aussage einer Hand, eines gestreckten Armes ist ihm ein Formelement in größerem rhythmischem Zusammenhang. Es gibt von Pasch überlebensgroße Pomonen, die einer bedrohlichen Welt zu entstammen scheinen. Diese Kunst ist nicht bukolisch, sie ist modern im Sichtbarmachen grenzhafter Zustände und Gefährdungen. Einige der letzten Großplastiken sind Beispiele: die armlose Mädchengestalt, die monumentale Gewandfigur, die steil in die Höhe ragende Frauenbronze. Bei dieser hat die Oberfläche als geschlossenes Ganzes aufgehört zu existieren. Die Gestaltung des Innenraumes ist gleichbedeutend mit der Formung des Umrisses. Die Transparenz ihrer plastischen Zusammenhänge ist ablesbar, und die Verschiedenartigkeit und Vielschichtigkeit der Ansichten führt den Betrachter um die Plastik herum. Bei anderen Plastiken, auch in der Vielzahl der Kleinbronzen, steht die Gestalt in Verbindung mit Stegen, Flächen, mit einem sehr differenzierten Rahmenwerk. Die Figur ist oft mit einer Rückwand verbunden oder tritt ganz in die Wand zurück und bildet mit ihr eine neue plastische Einheit.

Pasch spricht sehr anschaulich über sein künstlerisches Handwerk. „Ich versuche jede Linie, die Komposition der Binnenform meiner Figuren, ebenso wie deren gesamten Umriss bis zum letzten zu vereinfachen.” Das macht den poetischen Einfall sichtbar: die Architektur des Körpers und das Archetypische des Weiblichen. Und zu den Missverständnissen: „Die Plastik ist den Formgesetzen der Natur nicht unterworfen, das Kunstwerk genauso wenig identisch mit der anatomischen Wirklichkeit wie die Gliederung der Plastik mit den Proportionen eines Körpers.”

Seine Gestaltgewordenen Erfahrungen erinnern an ein Wort Odilon Redons über Pissarro: „Ein merkwürdiges Talent, das die Natur beinahe zu vergewaltigen scheint. Er behandelt sie in einer scheinbar elementaren Manier, aber das zeugt von seiner Aufrichtigkeit. Er ist jener Entsagungen fähig, die den Gesamteindruck umso lebendiger betonen, der immer stark ist, weil er einfach ist.”

Gyuri von Koväts

1985 im Katalog der 24. Jahresausstellung der Neuen Darmstädter Sezession

Darmstadt, Mathildenhöhe

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